Freitag, 26. Februar 2010

14.1.2010-04.02.2010 – Downunder oder „Live like the Locals“


Ihr Lieben,

sorry, dass es so lange gedauert hat, bis wir uns von der anderen Seite der Welt melden konnten. Keine Sorge uns geht es allen bestens. Unser sechstes Familienmitglied - der Computer- hatte einige Leiden und musste erst einmal repariert werden. Jetzt hält er hoffentlich die letzten vier Wochen tapfer durch, damit wir Euch weiterhin regelmäßig mit auf unsere Reise nehmen können.

Herzliche Grüsse Erik und Ariane Massmann mit Nicoletta, Alexia und Antonia


Unser Flug nach Melbourne verläuft unproblematisch. Es ist wieder ein Nachtflug und die Mädels schlafen erstaunlich gut. Erik und Ariane freuen sich auf einen sommerlichen Aufenthalt in Australien, in Erwartung äußerst warmer Temperaturen waren Wanderstiefel und Fliesjacken direkt nach Argentinien verschifft worden. Hätten wir das mal nicht getan. Die Tür des Flughafens öffnet sich und uns schlägt ein kühler Wind nebst Nieselregen entgegen! Aus den mehrfach avisierten 40 Grad sind mal eben 16 Grad geworden, von Sonne nichts zu sehen.

Leicht fröstelnd und nach ausgiebiger Verhandlung mit verschiedenen Anbietern nehmen wir unseren Mietwagen – einen sportlich weißen Toyota - entgegen, der uns für die nächsten 4 Wochen hoffentlich sicher durch Australien bringen wird. Die Mädels sind leicht verdutzt, denn nach langer Zeit müssen sie mal wieder auf Kindersitzen Platz nehmen, die in Australien Pflicht sind. Auf den ersten Eindruck kommt uns alles sehr europäisch vor und wir vermissen dass asiatisch Exotische, gleichwohl sind wir auf die nächsten 4 Wochen sehr gespannt. Etwas überraschend kurzfristig mussten wir 10 Tage vor Erreichen Melbournes bzgl. Wohnung umdisponieren und sind nun Dank Tim Krauss – Alexias Patenonkel und seiner Mutter Heidemarie, Cousine von Erik - bei Tim’s ehemaligen Gasteltern Belinda und Bill angekündigt. Es ist kaum zu glauben, mit welcher Herzlichkeit wir von dieser Familie aufgenommen werden. Wir dürfen im leerstehenden Haus der Mutter/Großmutter Judy mitten in Melbourne wohnen; ein eigenes Haus mit Garten und Schaukel. So lässt es sich gut in Australien ankommen. Die nächsten Tage nutzen wir, um die Stadt zu erkunden.


Der Aussie-Slang ist gewöhnungsbedürftig, aber schon bald können die Kinder fröhlich „gidday mate“ rufen; wir sind angekommen. Melbourne gefällt uns. Die Strassen sind rechteckig angeordnet, so dass wir gut ohne Navi zurecht kommen. Dieses hätte pro Tag 40 australische Dollar Miete gekostet und da holen wir doch lieber wieder unsere alten Kartenlese-Kenntnisse hervor. Mit ihrem Organisationstalent und der Freude, Touristen ihr Australien näher zu bringen, hat Belinda unseren 4-wöchigen Aufenthalt schnell perfekt geplant. Für jeden Tag liegen Tipps und Anregungen auf dem Frühstückstisch, sei es der Besuch im Zoo, der Hinweis auf den besten Coffeeshop in Town oder eine Empfehlung für Galerien. Wir sind hell auf begeistert, genießen die tägliche „Normalität“ mit Haus und Garten, das Stadtleben, die relaxte Lebenseinstellung der Australier, besuchen einige kleinere Galerien sowie die Nationalgalerie. Uns gefällt die moderne Architektur der Stadt und der Privathäuser, wenngleich sie von außen oftmals wesentlich standhafter erscheint als es sich von innen bewahrheitet. Mit Freude schlendern wir durch Melbournes „Berlin Mitte“, den Stadtteil Fitzroy, trinken - wie sich das für einen Local gehört - bei „Marios“ unseren Café Latte, double Shot, non fat milk und ziehen durch diverse Boutiquen.




Endlich joggen Erik und Ariane mal wieder regelmäßiger. Um auch sportlich als Melbourne-Insider zu gelten, laufen wir sogar dank Belinda am Sonntagmorgen um 7.00 Uhr die „Tan“ zusammen; die Tan ist ein Rundkurs um den botanischen Garten direkt im Stadtzentrum – teilweise entlang des Yarra River mit seinen vielen Ruderern und Blick auf das Australian Open Gelände. Hier trifft sich angeblich das „Who is Who“ der Melbourne-Running-Society und so laufen wir mit hunderten Frühaufstehern in der Morgensonne.

Passenderweise beginnen gerade die Australian Open und wir können gleich zu Beginn beim Benefizspiel „Hit for Haiti“ zugunsten der Erdbebenopfer die namhaften Größen des internationalen Tenniszirkus hautnah erleben. Serena Williams, Rafael Nadal, Kim Clister und Roger Federer spielen im Mix-Double am Sonntag vor dem ersten Spieltag. Die Hauptarena ist ausgekauft und die Stimmung super, überall ist die Sportbegeisterung der Aussies zu spüren. Am ersten Spieltag sind wir noch mal auf dem Gelände, dies mal mit einem Ground-Pass, der Tag ist jedoch leider ziemlich verregnet, so dass wir vor allem die flinken Hände der „Cleaner“ bewundern dürfen, die mit einer irren Akribie per Handtuch nach jedem Regenschauer die Courts wieder trocken reiben. Auch wenn der Blick in den Himmel zeigt, dass es in den nächsten 5 Minuten wohl wieder regnen wird.


Abends sind wir öfter zum ortsüblichen BBQ eingeladen, gegrillt wird dabei ausschließlich auf großflächigen Hightech-Gasgrills. Wir sehen Aglae und Philip, Freunde, die mit ihren 4 Mädels für 3 Jahre nach Melbourne gezogen sind sowie Belinda und Family. Schnell ist klar, dass der Australier Lamm liebt, zum Bedauern von Erik, der Lamm nur freiwillig isst, wenn man es ihm vorher als ein gutes Steak oder Straußenfleisch ankündigt. Belinda zeigt uns, dass die australische Küche nicht nur Fish&Chips bedeuten muss. Ein absolutes Highlight ist der mit Schokolade überzogene Pavlova zum Nachtisch! Ein fröhlicher Abend, der uns erneut die herzliche und unkomplizierte Gastfreundschaft der Australier und deren Spaß am Networken nahe bringt. Die ganze Familie Burke ist anwesend. Vater Bill sowie alle 3 Kinder mussten wahrscheinlich nur wegen der deutschen Touristen früher aus dem Büro kommen. Belinda hat an alles gedacht: Pommes für die Mädels und anschließend Kinder-DVDs. Seitdem stehen „The Wiggles“ sowie „Bananas in Pyjamas“ hoch im Kurs. Außerdem eingeladen ist Chris, alter Freund von Belinda, der mal eben kontaktiert wurde, als wir ankündigten, gen Great Ocean Road reisen zu wollen. Chris besitzt in Sorrento, dem „Kampen“ von Australien ein Ferienhaus, in welches wir auf diese unkomplizierte Art mal eben eingeladen werden. Erik und Chris finden auf Anhieb eine Basis und fachsimpeln über so kommerzielle Dinge wie Mont Blanc Füller, Sinn Uhren, alte Autos etc.

Den Schlüssel für unsere nächste Unterkunft im Handgebäck starten wir mit Sack und Pack am nächsten Tag in den Süden von Phillip Bay, eine schöne 2-stündige Fahrt entlang der Küste und durch grüne, leicht hügelige Landschaften. Sorrento, ein kleiner Ort mit ca. 1.500 Einwohnern auf der Mornington Peninsula. Schnell finden wir auf einer leichten Anhöhe Windypeak , ein charmantes 30 Jahre altes Holzhaus mit urigem Vorgarten, zu Arianes großer Freude einer Outdoor-Dusche, herrlichem Blick über das Hinterland, dem Surfstrand in ca. 100m Entfernung und einer riesigen Terrasse. Sofort fühlen wir uns alle pudelwohl hier.


Die Mädels haben schnell alte Stöcker und Bretter zusammengesucht und organisieren die erste Surfstunde auf Holzbrettern. Wir erkunden die Steilküste joggender Weise, zu Fuß oder per Auto. Wunderschöne Ausblicke, aber leider keine Delfine oder Pinguine zu sehen. Auch unser erster Versuch, Kängeruhs zu sehen, endet relativ erfolglos. War auch ein wenig naiv zu glauben, dass diese sich in der Mittagshitze hochmotivierten deutschen Touristen zeigen. Immerhin sehen wir auf Rückfahrt dann doch noch unser erstes Kängeruh, nur leider tot im Strassengraben. Was Nicoletta jedoch relativ cool mit „besser ein totes Kängeruh gesehen als gar keines...“ kommentiert.

Auf unser Bootstour „Swimming with the Dolphins“ in Sorrento am nächsten Tag haben wir dann etwas mehr Glück. Direkt nach dem Ablegen treffen wir auf eine Gruppe Delfine. Prompt stürzt sich ein in schwarze Neoprenanzüge gequetschtes „Touristen-Rudel“ mit Schnorchelausrüstung und Flossen versehen ins kalte Wasser von Phillips Bay, um einen kleinen Eindruck zu bekommen, wie flink und elegant sich Delfine unter Wasser bewegen. Immerhin Erik sah einen in der Ferne durchs graue Wasser flitzen. Wahrscheinlich haben diese schlauen Tiere über uns Touris göttlich gelacht, die wir beim Anblick der Delfine in voller Schnorchelmontur ins Wasser stürzen, um uns dann schnellstmöglich wieder an der am Bug des Bootes befestigten Rettungsleine festzuhalten und den Kopf unter Wasser nach Flipper & Co. Ausschau halten. Da waren Alexia und Antonia wesentlich schlauer, sie haben sich direkt an die Beobachtung über Wasser gehalten und waren damit deutlich erfolgreicher.



Dennoch hat sich der Swim mit Delfinen und Schnorchelstopp bei den Seehunden gelohnt. Selbst Nicoletta wirft sich mutig in den kalten Ozean und sieht wie wendig die doch an Land recht tollpatschig wirkenden Seehunde durchs Wasser gleiten und unter ihr durchtauchen. Auch ihre ersten Schnorchelerfahrungen mit der sicheren Unterstützung eines Rettungsringes beeindrucken sie sehr.

An den nächsten Tagen erwandern wir Cape Schanck mit einem Leuchtturm, dessen Besichtigung wir uns ersparen, denn dem aufgerufenem Eintrittsgeld nach zu urteilen müssen die Aussies sehr stolz auf ihren Leuchtturm sein. Wir steigen lieber den „Boardwalk“ hinab, genießen den Ausblick und Warten vergeblich auf Seehunde oder Pinguine. Die Mädels stört es weniger, sie sammeln Steine, Muscheln und alles was spannend aussieht. Den zweiten Anlauf zum „Kängeruh-Sighting“ gehen wir strategischer an und gestalten daraus ein Picknick in den frühen Abendstunden. Dieses Mal sind wir erfolgreich und sehen zu aller Freude viele Kängeruhs. Sie grasen und springen vor uns durchs Gestrüpp während wir unseren Wein schlürfen und Sandwich und Chips essen. Wir beobachten uns gegenseitig, einige schauen etwas verwundert drein und denken sich wahrscheinlich: Mal wieder Touristen von overseas. Sie haben Recht, der normale Australier würde sich nicht ins Gras setzen, um Kängeruhs zu beobachten. Wir würden sicherlich auch nicht unsere Abendstunden nutzen, um Kaninchen bei ihrem Abendbrot Gesellschaft zu leisten. Wie dem auch sei. Uns hat es gefallen und wir können zufrieden einen Haken mehr auf unserer „Aussie-Checkliste“ machen.







Eines ist schon jetzt klar: Downunder ist kein Budgettravelland. Nahrungsmittel und Eintrittsgelder erscheinen uns häufig unverhältnismäßig teuer. Dennoch genießen wir die Australier sehr: Lebensfroh, sich an der Natur erfreuend und eine nette entspannte Lebenseinstellung mit einer guten Portion Spaß und Begeisterung für sportliche Aktivitäten. Die Offenheit und Hilfsbereitschaft zeigt sich sowohl an dem Hinweis mitten in der Fußgängerzone von Melbourne, dass wir unsere Kinder gut mit Sonnencreme eincremen sollen, wg. Ozonloch etc. als auch an der stets sichtbaren Freude, Fremden ihr Land näherzubringen.

Die letzten beiden Tage unseres australischen „Kampen-Urlaub“ verbringen wir gemeinsam mit dem Hausherrn Chris und seinen Neffen und Nichten auf dem Segelboot oder wie sich das für einen waschechten Australier gehört beim Barbeque (BBQ). Nicoletta und Alexia schließen „big Chris“ und „little Chris“ schnell ins Herz. Erik diskutiert über die Erfolge des detuschen Schiffes "Emden" unter Kapitän v. Müller im 1. Weltkrieg und erntet deutliches Unverständnis von Chris, daß er diesen Teil der Geschichte offensichtlich verpasst hat. Die Navy spielt natürlich in einem ausschließlich von Wasser umgebenen Land eine ganz andere Rolle. Bei der neuen Freundin Mary-Rose verbringt Nicoletta sogar einen Nachmittag alleine und bekommt jeden Tag mehr Spaß daran, englisch zu sprechen.




Wir verlassen Sorrento und fahren entlang der Great Ocean Road in Richtung Apollo Bay bzw. 12 Apostel. Zunächst setzen wir mit Fähre über nach Queenscliff. Es ist Sonntag und jeder Australier scheint unterwegs zu sein. So zuckeln wir entlang der Küstenstrasse mit tollem Blick über die südliche Steilküste und traumhafte Strände auf der einen Seite sowie hügeliges Farmland im Landesinneren. Ariane hat zwar die Devise ausgegeben, dass „Länder- bzw. Scenic-Vergleiche“ auf dieser Reise nicht zugelassen sind, dennoch fällt uns immer wieder Irland oder Neuseeland ein, während wir die Strasse entlang fahren. Wir übernachten in Apollo Bay in einem total überteuerten Appartement mit schönem Meerblick und zur Freude der Mädels geheiztem Indoor-Pool. Denn die Wassertemperaturen an der Südküste laden nur bedingt zum stundenlangen verweilen im Wasser ein. Den wahren Local stört dies natürlich weniger, obwohl hier nicht nur zum Surfen Neos getragen werden. Überall sehen wir schwarze Pünktchen, die auf dem stahlblauen Wasser gen nächster Welle paddeln, um vielleicht diesmal den ultimativen Ride zu erwischen. Ein bisschen neidisch sind wir schon auf die sportliche Souveränität und Coolness aller Altersklassen. Optisch meist recht ansehnlich, oft tätowiert, kreuzen sie - das kiloschwere Surfboard unterm Arm - joggend die Strasse, um ja nicht „DIE“ Welle zu verpassen. Ein guter Surfer ist an Land anscheinend immer auf der Flucht, im Wasser dagegen hängt er mit australischer Gelassenheit stundenlang auf seinem Board in den Wellen rum, um alle ½ Stunde eine gute Welle zu bekommen.

Auch hier machen wir eine Tour ins Hinterland und wandern den Marriners Falls Walk. Nicht gerade spektakulär, aber ein netter längerer Spaziergang. „You have to see them – the Twelve Apostles“ mit diesen Worten wurden wir von unseren neu gewonnen australischen Freunden verabschiedet. Also machen wir uns weiter entlang der Great Ocean Road auf den Weg dorthin. Wir passieren spektakuläre Strände mit Wahnsinnswellen und können immerhin sagen, dass wir die Gründerstadt von „Billabong“ durchfahren haben. Mindestens jeder zweite Surfspot war schon mal Drehort für irgendein legendäres Surfvideo. Bei sengender Hitze und stahlblauem Himmel führt uns eine kurvige „Detour“ an den Johanna Beach hinunter. Zur Freude der Mädels kreuzen Kängeruhs unseren Weg und auch hier zeigt sich wieder eine super Brandung, die die Sicht entlang der Küste ein wenig diesig erscheinen lässt. Nach einem Beach-Lunch Picknick geht die Fahrt weiter zu den „Zwölf Aposteln“. Innerhalb kürzester Zeit schlägt das Wetter um: Von stehender Hitze zu Regen und Sturm, so dass wir die wuchtigen Sandsteinfelsen im Regen und Sturm erwandern. So oder so existieren aufgrund der stürmischen See und vieler Jahrhunderte von den 12 Aposteln nur noch 7. Ein Hubschrauberflug hätte ggf. noch mehr Einblick gegeben.


Mit einem typischen Fish&Chips Dinner beenden wir unsere Tour entlang der Südküste Australiens und nehmen den Hamilton Highway zurück gen Melbourne.



Ein letztes Mal genießen wir Melbourne mit seinem Federation Square und dem guten Kaffee, den wir gemeinsamer mit Sally, einer Freundin von Dodo, in der Sonne trinken. Die Mädchen verarbeiten ihr neues Wissen über die Kolonialzeit, die Marine und internationale Kriege und basteln sich aus Stöcken Schwerter, mit denen sie fröhlich durch die Luft schlagend Australien und den Federation Square gegen angreifende Inder verteidigen.


Am Abend können Erik und Ariane mal wieder gemeinsam joggen, während die Kids bei Agley und Philip deren Mädelshaushalt noch ein wenig aufmischen. Mit einem netten gemeinsamen Grillen geht unser letzter Tag in Victoria zu Ende.

Die nächsten Tage werden wir ein wenig Outback Luft schnuppern. Unser Ziel ist Yamba, ein kleiner Küstenort an der Ostküste von Australien, ca. 2,5 Std. südlich von Brisbane. Angeblich ein Insider-Ort für viele Aussies, da dürfen wir natürlich nicht fehlen. Wir verlassen Melbourne gen Norden und passieren kleinere Orte. Die Landschaft ist wesentlich grüner und hügeliger als erwartet, aber immer mal wieder gibt es Passagen, an denen die rote Erde des Outback deutlich sichtbar wird. Oft begegnen uns Riesentrucks, die wahrscheinlich in Deutschland nur als Schwertransport in Begleitung zugelassen wären. Hier ziehen sie locker mit 100 km/Std. die Erhöhungen hoch und verlieren selten an Geschwindigkeit. Gleichwohl wird an jeder Ortseinfahrt daraufhingewiesen, auf die Nutzung von Suspension Breaks zu verzichten. Die Aussies sind stolz auf jeden einzelnen Bürger ihres Landes. So steht neben jedem Ortschild die Einwohnerzahl, egal ob es sich um 200 oder 15.000 Bürger handelt. Würde man alle Ortschaften zusammenzählen, müsste es ca. 22 Mio. Einwohner ergeben. Neben der Landwirtschaft ist der Tourismus eine der Hauteinnahmequellen Australiens. Dementsprechend akribisch sind einige mehr oder weniger historisch relevante Geschichten ausgearbeitet. Jetzt wissen wir immerhin, das Ned Kelly und seine Gang 1880 für 24Std. die Gemeinde Jerilderie n in Victoria besetzt hatten und er mit dem Pferd der Postbesitzerin abgehauen ist. Immerhin wurde das Pferd am Ende sogar zurück gebracht. Auch ohne die Begehung des Kelly-Gedächtnis-Walks sind wir uns sicher, das sich uns heute ein wichtiger Teil der australischen Geschichte erschlossen hat.







Inspiriert von den diversen Truckern stoppen wir an der nächsten T-Junction in the middle of nowhere. Links geht’s nach Adelaide und rechts nach Brisbane und mitten drin steht unser Motel mit Pool und Golfplatz. Und wieder fährt ein Truck mit lautem Getöse vorbei.

On the road again fahren wir weiter über kilometerlange gerade Strasse. Ab zu treffen wir Kängeruhs, am Straßenrand grasend oder nicht mehr ganz so lebendig in demselben liegend. Die Mädels interessiert beides. Gegen Abend erreichen wir Booyamurra, eine Farm in der Nähe von Coolah.

Wendy und John, alte Freunde von Belindas Mutter empfangen uns herzlichst. Es wird ein entspannter, herrlicher Abend mit gutem Wein, viel Whiskey und nicht zu vergessen sensationellen Lambchops. Am nächsten Tag erleben wir einen der Höhepunkte unseres Australienaufenthaltes und Farmlife vom Feinsten: Mit dem Pick-Up geht’s zunächst über die 1.800ha große Farm, um ggf. Australian Wildlife zu erspähen und ein Teil der 4.500 Schafe mithilfe einiger Bordercollies umzutreiben. Schon das Pick-up Fahren ist ein Highlight für die Mädels.

Anschließend spielt Ariane Cowboy und treibt stilecht zu Pferde eine Kuhherde auf die nächste Weide. Keine reiterliche Höchstleistung, dafür kommt so richtig Cowboyfeeling auf: In einem 60 Jahre alten Sattel auf einem erfahrenen Pferd sitzend, welches speziell für die Arbeit mit Kühen und Schafen gezüchtet wurde.


Es folgt ein weiteres Highlight, mit einem farmeigenen Helikopter dürfen die beiden Grossen sowie Erik und Ariane noch einmal die Grenzen der Farm von oben erleben. Antonia ist schwer empört, dass sie angeblich zu klein sei für den Hubschrauberflug. Aus der Luft wird deutlich, wie groß 1.800 ha sind und was für harte Arbeit so ein Farmleben bedeutet. Wir sehen die Farm in wunderschönem Grün, aber noch bis vor kurzem - so erzählen John und Wendy - war alles gelb, so dass die 4.500 Schafe und 350 Kühe zugefüttert werden mussten aus Sorge, einige Tiere wg. Wasser- und Nahrungsmangel vorzeitig schlachten zu müssen. Wir genießen dieses kurze Abenteuer sehr und denken uns, mehr geht nicht an Farmerlebnis.



Aber kaum kommen wir beim Haus an, entdeckt Erik eine ca. 1m lange Schlange. Er sieht es gelassen und holt extra Nicoletta herbei, um ihr die Schlange zu zeigen. Ruhig in der Sonne liegend, erscheint sie durchaus harmlos. Aber weit gefehlt; als Nicoletta mit ihrem bisschen Englisch dem Farmer aufgeregt von ihrem „Snake Sighting“ erzählt und auf die Frage welche Farbe die Schlange denn habe, „braun“ antwortet, wird er hellhörig und geht mit in den Garten. Beim ersten Anblick erschallt sofort der Ruf: Wendy, get the gun quickly, it`s a King Brown. Ohne lange zu zielen trifft der erste Schuss und der Kopf des zu den Top 10 der giftigsten Schlangen Australiens gehörenden Tieres sackt zu Seite. Ein Biss sei in der Regel tödlich. Das war der erste Streich, der zweite folgt 10min später. Während wir uns herzlich am Auto verabschieden, erscheint eine zweite King Brown und erliegt ebenso zügig dem sicheren Schuss von John. Diesmal lag sie direkt neben unserem Auto in der Sonne und hatte sich bis dahin zum Glück nichts aus Nicoletta und dem Hund gemacht, die „Ball fangen“ in ihrer unmittelbaren Nähe spielten. John und Wendy betonen, seit Monaten keine Schlange gesehen zu haben, 2 zugleich sei doch erstaunlich. Für uns ein weiteres australisches Abenteuer, das Gott sei Dank unbeschadet ausging. Ein wenig wehmütig verlassen wir erst gegen Abend die Farm. Es war schön, derart herzliche, aufgeschlossene und interessierte Menschen auf ihrer Top geführten Farm kennengelernt zu haben. Hier hoffen wir sehr, dass das Sprichwort: „Man trifft sich immer zweimal“ aufgeht. Wir würden uns gerne revanchieren und Wendy und John mit der gleichen unkomplizierten Gastfreundschaft in Deutschland empfangen. Wendy war begeistert von der Idee mal wieder ein Tripp nach Europa zu machen. „Es ist so oder so an der Zeit, das wir mal wieder unsere Pässe nutzen“. Wir hoffen sehr, dass sie es schafft John aus seinem Australien rauszulocken.

Nach ca. 5 Std. Autofahrt erreichen wir Yamba an der Ostküste Australiens. Ein Appartement mit Meerblick und 2 Minuten zum Strand ist unser zuhause für die nächsten 5 Tage. Belinda und ihre Tochter Carolin sind auch in Yamba und wohnen in ihrem eigenem Appartement um die Ecke. Dank der fürsorgliche Betreuung der Beiden brauchen uns nicht einmal und Handtücher und Laken zu kümmern. Am nächsten Morgen werden wir dann auch von Carolin und ihre Großmutter Judy, in deren Haus wir in Melbourne wohnen durften, begrüßt. Schon steht die Verabredung für den ersten Sundowner Besuch im Pub. Mit dem typisch unkomplizierten „see you“ machen sie sich auf an den Strand, wir folgen in Kürze und genießen die Wellen und das wesentlich wärmere Wasser der Ostküste. In den nächsten Tagen erkunden wir die vielen Strandbuchten, mal joggend, mal alle zu Fuß oder per Auto. Sei es der kilometerlange Pippibeach oder der Mainbeach mit seinem sensationellen Wellen, der regelmäßig coole Australier aller Altersklassen mit ihren Boogyboards und Surfboards in die Welle lockt, alle haben sie eines gemeinsam: gutes Wetter, stahlblaues Wasser, eine super Brandung und angenehm warm.







Wir versuchen unser Surfglück mit den von Belinda geliehenen Boogyboards, selbst Nicoletta stürzt sich mutig in die Wellen. Herrlich auch der Meerwasser-Pool, der bei Flut überflutet ist und bei Ebbe zum Bahnen schwimmen einlädt. Keine Frage, die Aussies sind wasserbegeistert. Auf der Fahrt zu Judy’s Farm sehen wir ein wenig vom Hinterland. Das Gegend um Yamba ist leicht hügelig und momentan in ein wunderschönes Grün getaucht, geprägt vom „Clearance River“ dem größten bzw. längsten Fluss Australiens. Teilweise erinnert die Landschaft an Schweden. Nicht gerade ein Landschaftsbild, was wir von Australien erwartet haben.

Über 500 gut genährte schwarze Angus Kühe weiden um das kleine schnuckelige Farmhaus herum. Mit ihren über 80 Jahren kurvt Judy uns in ihrem Pick-Up über die Farm. Leider regnet es Bindfäden und wir werden auf der Ladefläche pitsche nass, so dass wir uns zusammen mit Belinda und Carolin bald in das Fahrerhaus quetschen und die Tour de Farm verkürzt stattfindet. Es folgt natürlich ein BBQ, entsprechend des Alters der Hausherrin ist dieses Model des Weber-Grills auch schon in die Jahre bekommen. Die Stimmung ist hervorragend und wir fühlen uns geehrt, dass wir diverse Male mit auf die brandneue Botschaft, dass Belinda bald Großmutter bzw. Judy Urgrossmutter wird, anstoßen dürfen. Auf der Veranda sitzend, sicher vor dem Regen, genießen wir den Abend und fahren erst spät mit drei schlafenden Kindern davon.

Nach 5 Tagen heißt mal wieder packen und Abschied nehmen, auch von Belinda und Caroline. Wir hoffen sehr auf ein Treffen, wenn es die Beiden mal wieder nach Europa verschlägt. Die Fahrt nördlich nach Byron Bay, einer letzten Hippy Destination, ist recht verregnet. Das australische Wetter zeigt sich nicht von seiner besten Seite und wir machen erst kurz vor Byron Bay in dem kleinen Ort Bangalow Stopp. Viel hat Bangalow nicht zu bieten und so bummeln wir die einzige Strasse einmal rauf und runter, Ariane unterstützt eine freundliche Boutique, dann bleiben wir in einem Cafe hängen und machen aus dem verregneten Tag bei Cafe Latte – double shot bzw. non fat milk und Hot Chocolat - das Beste. Recht spät treffen wir in Byron Bay ein und steuern in gutem Glauben, dass ja keine Weihnachtsferien mehr sind, das erste Hotel zwecks Übernachtungsanfrage an. „Sorry we’re booked out for tonight“; beim nächsten Backpacker das Gleiche „Sorry we’re fully booked “ und so fahren wir ca. 1,5 Std. durch Byron Bay, bis wir ein Motel mit Vacancies finden. Immerhin direkt am Hauptstrand und mit Blick auf den östlichsten Leuchtturm Australiens. Auch hier kommt die BBQ- Begeisterung der Aussies durch. An der Strandpromenade stehen gasbetriebene BBQ bereit, die für jeden kostenlos zu nutzen sind. Immer wieder rollt ein leicht verrottender Kombi mit zig Surfbrettern auf dem Dach vorbei, einige davon stoppen, um die grüne Jutetasche von „Cole“ auszupacken oder auch nur mit dem Fleisch unterm Arm einen der public Grills anzuschmeißen. Primär coole Surfer mit Rasterlocken, meist oben ohne und braun gebrannt. Wir gehen in den einzigen Pub mit Livemusik und es gibt mal wieder Fish &Chips für die Mädels. Bis die Livemusik anfängt, halten unsere drei Kleinen leider nicht mehr durch, so dass wir durch den Wolkenbruch in unser Motel eilen. Der nächste Morgen empfängt uns wieder mit strömendem Regen. Von wegen Sonnenaufgang vom Leuchtturm aus genießen – natürlich hatten wir uns den Wecker früh gestellt.

Eigentlich wollten wir dem Regen schnell entfliehen, am Ende fuhren wir dann jedoch erst gegen 16.00 Uhr, da uns mal wieder die schnelle Wetteränderungen überraschte. Ariane nahm ihre erste Surfstunde und fühlte sich fast wie ein richtiger Aussie, als sie es innerhalb der 2,5 Stunden immerhin zweimal schaffte, auf dem Board zu stehen und eine kleinste Welle zu reiten. Jetzt fehlt nur noch das Tattoo, um ein waschechter Surfer zu sein.

Wir machen uns auf den Weg nach Sydney. Wir kommen bis Coffs Harbour und übernachten endlich mal in einem echten Backpacker. Gleichzeitig die Jüngsten und die Ältesten Gäste, bekommen wir ein 6er Dormitory für uns alleine, Nasszelle auf dem Flur. Ariane fühlt sich gleich an ihre einjährige Reise von vor 20 Jahren quer durch Australien, Neuseeland und Thailand erinnert. Die Mädels beschlagnahmen die Hochbetten und wir können Antonia nur schwer davon überzeugen, das dass Hochbett doch noch ein wenig hoch für eine zweijährige ist. Am Morgen fahren wir noch einmal die Hauptstrasse entlang, viel gibt es nicht zu sehen. Die Weiterreise führt uns die Ostküste entlang nach Port Macquarie. Von Süden kommend ist Port Macquarie mit seinen ca. 30.000 Einwohnern das Tor zur subtropischen Küste Australiens. Wir wohnen in einem Motel-Komplex mit Appartements und Pool und natürlich eigenem BBQ. Die letzten Stunden des Tages verbringen wir am Town Beach mit Body Surfen und was das Strandleben noch so bietet. Es gibt tolle Strände, Oxley Beach, Roxy Beach, Flynns Beach oder Nobbys Beach, den Mädels gefällt Pipi Beach in Yamba am Besten. Ariane joggt morgens einen Teil der australischen Ironman Strecke, die Mädels erfreuen sich am Pool, ohne Salzwasser und Wellen. Inzwischen schwimmt und taucht Nicoletta wie ein Delfin und bei Alexia reduzieren wir immer mehr Schaumstoffteile aus dem Schwimmgürtel. Zur Belohnung gibt’s es ein ausgedehntes Frühstück im Sea Acres Rainforest Restaurant und eine anschließende Wanderung durch den angrenzenden Regenwald, bei der die Mädels alle gesehenen Pflanzen auf den ausgegebenen Clippboards abhaken. Wie große Biologen ziehen sie los, die Ausdauer hält nicht allzu lange, aber mit dem Versuch, die vielfältigen Vogelstimme Australiens nachzuahmen, bekommen wir auch diese Urwald-Tour gut über die Runden.

Die letzten Kilometer auf dem Highway No1 stehen an. Nach einem kurzen Stopp in Newcastle – wahrscheinlich genauso langweilig wie die englische Schwester - fahren wir gen Abend über die Harbour Bridge nach Sydney, wo wir bei Nicoletta und Ben wohnen dürfen. Wir versuchen den Mädchen die Bekanntheit dieser Brücke zu erklären, stoßen jedoch auf Unverständnis. „Wieso ist diese Brücke jetzt berühmter als andere?“ Wo sie Recht hat, hat sie Recht; es ist nicht einfach, zu erklären, dass es Anfang der 30er Jahre schon etwas Besonderes war, eine Brücke aus Stahl zu bauen und so zwei Inseln miteinander zu verbinden. Kleine Nicoletta ist auf große Nicoletta gespannt und wir freuen uns, Ben und Nicoletta hier in Sydney zu treffen. Die Beiden wohnen seit ca. 2 Jahren in einem der ältesten Hochhäuser in Sydney, toll zentral in Elizabeth Bay.

Am ersten Morgen in der Stadt steht für alle in Vorausschau auf Südamerika die Gelbfieber-Impfung an. In der super organisierten Praxis sprizt die Schwester in vorher festgelegter Reihenfolge, alles stressfrei, Antonia ist nach 2 Tagen auch wieder auf dem Dampfer. Diesbezüglich sind wir ja recht geübt inzwischen. Die nächsten Tage genießen wir Sydney bei Traumwetter, machen die obligatorische Stadtrundfahrt im offenen Bus, joggen morgens durch Elizabeth Bay, an den „Wharf Apartments“ und der Wohnung von Russle Crow und der ältesten Pie-Bude "Harry Café Wheel" (1930) vorbei zur weltbekannten Oper und zurück.





Der botanische Garten bietet dabei in Massen Flughunde, die wie schwarze Säcke in den Bäumen hängen. Sicherlich eine der besten Joggingstrecken aus Sightseeing-Sicht. Unser Social-Life in Sydney ist so voll, dass wir leider gar nicht alle Kontakte sehen konnten. Wir genießen die unkomplizierte Gastfreundschaft bei Ben und Nicoletta und fühlen uns, wenn wir in den Kühlschrank schauen, in unsere Zeit als „Double Income/No kids-Haushalt“ zurück versetzt. Tagsüber cruisen wir durch diese lebenswerte Stadt und sehen die Dinge, die jeder Tourist sehen muss: Sydney Opera House, Harbour Bridge, botanischer Garten, St. Andrew’s Cathedral, Queens Victoria Building, Anzac Memorial etc. An der Oper kommt Wehmut auf – wie toll muss hier gewesen sein, während der olympischen Spiele auf den Stufen sitzend z.B. den Triathlon zu verfolgen. Eine tolle Atmosphäre! Nicoletta und Alexia interessieren sich regelmäßig für die Geschichte, das ein Hai im Hafen gesichtet wurde vor einiger Zeit, Antonia ist mehr an dem Kuchen interessiert.



Der Besuch des Sydney Aquariums ist ein Highlight für die Mädels. Sofort nach dem Eingang kommt die Frage auf, wo denn jetzt die Haie seien. Nicoletta ist total an der Unterwasserwelt interessiert und erfreut sich an allen Fischen und Korallen. Und dann ist er endlich da, der Haitunnel. Im Unterwassertunnel stehend, sind wir von Haien, Mantas, Unterwasserschildkröten und Seekühen umgeben. Beeindruckend für alle Beteiligten.


Am Bondi-Beach halten wir Ausschau nach „Tom Bunting“ jedem Australier aus der Reality Show „Bondi Rescue“ bekannt. Uns wird nicht ganz klar, warum gerade dieser Strand so berühmt ist. Wahrscheinlich ist „Bondi Rescue“ heute das, was vor 19 Jahren Flying Doctors für die Aussies war, und damals auch mit Inbrunst von Ariane geschaut wurde. Die Abende verbringen wir vielseitig und nett.


Wenn nicht In guten Restaurants mit Ben und Nicoletta, sind wir eingeladen. Einmal bei Angus und Lisa Hasty (Freunde von Benita und Wilhelm) in Manly; während die Kids auf dem Trampolin rumtoben, diskutieren wir über Gott und die Welt, den Einfluss der Australier auf die internationale Wirtschaft und lernen, das die im Übrigen in Australien schlecht in die Gesellschaft integrierten Aboriginis ein wesentlich besseres Gedächtnis haben als die weißen Australier. Ein sehr fröhlicher und netter Abend mit bereichernden neuen Freunden.

Björn und Kylie empfangen uns und unsere Mädels am nächsten Abend genauso herzlich zum BBQ. Deren Tochter ist froh, endlich mal Mädels als Unterstützung gegen ihre 3 Brüder zu bekommen. In null-komma-nichts sind die Barbie-Puppen und rosa Kleider in Beschlag genommen. Kylie als freiwilliger Lifeguard gewährt uns ein wenig mehr Einblick in diesen so wichtigen und hochgeachteten Job der Australier, Bjorn und Erik diskutieren bei gutem Essen und Wein wie seit vielen Jahren unausgegorene Geschäftsideen.

Mit einem letzten gemütlichen Sonntagsfrühstück bei Nicoletta und Ben geht unsere familiäre Zeit in Australien zu Ende. Klein-Nicoletta kommentiert unser Gespräch über die Engländer, die einst Australien besetzten, mit den Worten: „Gut das Australien eine Insel und ein Kontinent für sich ist, denn so hat Australien auch keine Feinde, die das Land haben wollen, weil es ja ein Land und Kontinent zugleich ist....“ An den geschichtlichen Hintergründen der Kolonialzeit müssen wir zu gegebener Zeit noch mal arbeiten. Mal wieder viel zu schnell geht unsere schöne, spannende und bereichernde Zeit in Downunder, im Land der Kängeruhs und Koalas, zu Ende. Pünktlich hebt Pacific Airlines gen Fidschi ab. Alexia, Antonia und Erik nutzen den Flug für einen Mittagsschlaf. Nicoletta und Ariane arbeiten ein wenig Hausaufgaben von Nicoletta nach.


Kommentare:

  1. Liebe Ariane,
    wir wünschen Dir alles Gute zum Geburtstag und viel Spaß im neuen Lebensjahr!
    Viele liebe Grüße aus Bayern an die Weltreisenden,
    Alex, Marc, Jakob, Hannah und Sarah

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  2. Liebe Mäusi,
    huch, die Zeit vergeht, hab lange nicht reingeschaut,
    Ihr seid ja mittlerweile zu literarischen Genies geworden, es macht super Spass, Eure Berichte zu lesen und die Bilder anzusehen. Und die Mädels sind gross geworden! Man kann sie ja vor blonden Haaren teils kaum unterscheiden;-)

    Auch wenn verspätet, so schicken wir Dir Mäusi einen sehr herzlichen Gruss nachträglich zum Geburtstag, den Du sicher unvergesslich gefeiert hast! Fühl Dich umarmt und gefeiert.

    Liebe Grüsse von 4,5 Kölner Rumohrs mit einem Bänderriss-lädierten Peter, einer reislustigen Leni
    (die morgen für 2 Wochen zu Omi fährt) und einer fleissigen Ina, deren Bauch noch ein Weilchen unter den Schreibtisch passen muss sowie einer Mia, die ihre ersten Musikstücke soben komponiert!

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